Vögel füttern im Winter

Nabu-Kindergruppe stellt Versorgungsstationen her

Lübbecke (nw). Die beiden Betreuerinnen, die Umweltpädagogin Carola Bartelheimer und Kerstin Seidel vom Naturschutzbund Nabu, erklärten den Kindern der Naturschutzjugend, dass es sinnvoll ist, Vögel nur bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke zu füttern. Ansonsten fänden die Vögel ihre Nahrung, die im Winter aus Sämereien und Insekten besteht, an den Stängeln von Stauden oder heruntergefallenem Laub.

Daher sei es wichtig, im Herbst Stauden im Garten stehen zu lassen und Komposthaufen anzulegen oder Laub unter den Bäumen liegen zu lassen, damit sich Insekten verstecken können.

Sollte doch ein Futterhaus aufgestellt werden, sei auf Sauberkeit zu achten, damit sich die Vögel nicht an ihrem eigenen Kot mit Krankheiten anstecken. Eine Alternative zu Futterhäuschen sind Futterglocken oder Meisenringe, die aufgehängt werden, so dass der Vogelkot auf den Boden fällt und die Futterstellen nicht verunreinigt.

„Habt ihr Lust welche zu basteln?“, fragte Carola Bartelheimer die Kinder, und mit Feuereifer ging es ans Werk. Dazu benötigt man Blumentöpfe aus Ton, einen dicken Bindfaden zum Aufhängen und einen dünnen Zweig als Anflugstange und natürlich Futter. „Das habe ich zu Hause aus Kokosfett und Sonnenblumenkernen vorbereitet“, erklärte die Umweltpädagogin.

Um Meisenringe zu basteln, nimmt man einfach eine leere Toilettenpapierrolle, schneidet sie in dickere Ringe, die man dann mit der Fettmasse befüllen kann. Für die Vögel, die weiches Futter bevorzugen, fädelt man einfach Rosinen auf und hängt sie im Garten an Bäume und Sträucher.

Zum Abschluss gab es noch ein kleines Quiz für die Kinder. Sie sollten raten, wobei es sich bei dem mitgebrachten Vogelfutter handelt.

Das nächste Treffen der Kindergruppe findet am Mittwoch, 3. Februar, von 15.30 bis 17.30 Uhr auf dem Gelände des Naturschutzhofes in Nettelstedt statt. Kinder von 8 bis 13 Jahren sind willkommen.

So überstehen Vögel Schnee und Frost: Leon, Silas, David, Lars, Hanna und Tabea mit den selbstgebastelten Futterglocken.

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

Geschrieben am 27. Januar 2010 | Abgelegt unter Allgemein |