Jugend erhält ein Bushäuschen als Treffpunkt in der Hepkestraße
Von Franziska Hölscher
Lübbecke (WB). Die Ausdauer und Hartnäckigkeit der Nettelstedter Jugend hat sich ausgezahlt – das versprochene Bushäuschen als Treffpunkt in der Hebkestraße konnte nun doch realisiert werden.
Da die Jugendlichen in Nettelstedt keinen Platz hatten, an dem sie sich treffen konnten, hat eine etwa 15 bis 20-köpfige Gruppe von Jugendlichen zusammen mit Anwohnerin Karin Radeck dafür gekämpft, einen gemeinsamen Treffpunkt einzurichten. Wie die LK mehrfach berichtete, soll ein ausrangiertes Bushäuschen dafür genutzt werden. Allerdings stieß das Vorhaben auf erhebliche Gegenwehr aus der Bevölkerung und konnte zunächst nicht realisiert werden. Vorbehalte bestanden vor allem hinsichtlich der Frage, wer gewährleistet, dass der Jugendschutz eingehalten wird, und wie der Platz um das Bushäuschen sauber gehalten werden soll.
Nachdem die Zusage der Stadt, das besagte Bushäuschen als Treffpunkt in der Hebkestraße aufzustellen, zurückgezogen worden war, machte sich eine breite Empörung und Unverständnis unter den Jugendlichen breit. Doch die Initiatoren der Idee haben sich nicht entmutigen lassen und weiter für ihr Ziel gekämpft – und das mit Erfolg. Die Stadt hat das Häuschen nun doch, ein paar Meter entfernt von dem ursprünglich geplanten Platz, aufgestellt.
Darüber hinaus haben die Jugendlichen auch Farbe erhalten, mit der sie ihren neuen Treffpunkt selbstständig und nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können. »Wir sind froh, dass wir endlich einen Platz haben, an dem wir zusammenkommen können«, sagt Jordan Henkies. »Nun müssen wir uns nicht mehr im Regen oder bei Wind draußen treffen, sondern haben einen geschützten Ort«, ergänzt Sina Spreen.
Ein Erfolg für die Initiative Bushäuschen. Zusammen mit den Jugendlichen hat Anwohnerin Karin Radeck (Fünfte von links) für das Bushäuschen in der Hepkestraße als Treffpunkt gekämpft. Nun müssen die Jugendlichen sorgsam mit »ihrem« Häuschen umgehen. Ordnungsamtsleiter Rolf Kleffman (rechts) und die Polizei werden den Treffpunkt im Auge behalten. Foto: Franziska HölscherDie Idee für das Häuschen stammt aus der Arbeitsgruppe Jugend des Bündnisses für Familien. Zusammen mit Karin Radeck und dem Ortsvorsteher Hartmut Ende haben die Jugendlichen für ihr Ziel gekämpft.
In Zukunft wird es darum gehen, für das Bushäuschen auch eine Beleuchtung und gegebenenfalls Strom zu organisieren, denn bisweilen stehen die Jugendlichen noch im Dunkeln. »Die Stadt schenkt den Jugendlichen das Vertrauen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Treffpunkt«, gibt Bürgermeister Eckhard Witte den Jugendlichen mit auf den Weg.
Artikel vom 31.10.2009
