Schulspaß auch am Nachmittag

Offene Ganztagsschule in Nettelstedt voraussichtlich ab Sommer

Lübbecke-Nettelstedt. Der Appell hat seine Wirkung nicht verfehlt. Nach dem eher mäßigen Interesse beim Infoabend über die Einrichtung einer Offenen Ganztagsschule an der Grundschule in Nettelstedt hat sich die Zahl der Anmeldungen doch noch erhöht. 16 Anmeldungen lagen Schulleiterin Ursula Ulrich gestern vor. Die waren bei der Vorsitzenden des Betreuungsvereins, Sabine Sudeck, eingegangen. Bei drei, vier Interessenten gebe es noch Fragezeichen. Sie hoffe aber, so Ursula Ulrich, eine 20-er Gruppe bilden zu können, die mit Beginn des nächsten Schuljahres starte. Dann ende auch an der Schule die Betreuung der Kinder bis 13 Uhr. “Wir haben die Anträge gestellt, das Konzept entwickelt und wir sind fest entschlossen zu beginnen”, so gestern Schulleiterin Ulrich.

Nettelstedt ist neben Gehlenbeck die letzte Lübbecker Grundschule ohne die neue Form der Ganztagsbetreuung. Im vergangenen Jahr hatten 19 Nettelstedter Eltern und 25 in Gehlenbeck Interesse an diesem Angebot bekundet. Doch bei einer Informationsveranstaltung in der vergangenen Woche in Nettelstedt blieb die Resonanz hinter den Erwartungen zurück.

“Ich habe die Hoffnung, dass es jetzt klappt”

“Ich war etwas erstaunt”, kommentierte Schulleiterin Ursula Ulrich. Doch Bemühungen seitens des Betreuungsvereins und der Schulpflegschaft brachten zusätzliche Anmeldungen. “Ich habe die Hoffnung, dass es jetzt klappt”, zeigte sich Ortsvorsteher Hartmut Ende gestern zuversichtlich.

Der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Gehlenbeck und Nettelstedt hatte der Ausschuss für Bildung in seiner Sitzung Ende November grundsätzlich zugestimmt. An den anderen vier Grundschulen gibt es die Offene Ganztagsschule zum Teil schon seit 2003. Rund 100 Kinder werden dort nach Ende des regulären Unterrichts betreut, essen zu Mittag und können Schulaufgaben machen. Die Eltern müssen dafür monatlich rund 120 Euro aufbringen.

Der OGS-Betrieb in Gehlenbeck und Nettelstedt könne auch mit kleinen Gruppen von 18 bis 20 Kindern aufgenommen werden, so Jörg Bartel vom Schul- und Kulturamt. Das werde nur teurer für die Stadt. Die wird ohnehin zur Kasse gebeten. Denn an beiden Standorten müssen zusätzliche Räume geschaffen werden. Kostenpunkt: etwa 200.000 Euro. Entstehen sollen jeweils ein etwa 60 bis 70 Quadratmeter großer Gruppenraum, ein etwa halb so großes weiteres Zimmer sowie ein Küchenbereich und Platz für die Zahnpflege der Kinder nach dem Essen. Die Anbauten sollen bis zum Schuljahresbeginn fertig sein. Für beide Maßnahmen hofft die Stadt auf Landeszuschüsse von jeweils 115.000 Euro.


Zeigt her eure Bilder: Ursula Ulrich, Leiterin der Nettelstedter Grundschule, mit den Jungen und Mädchen der Klasse1 a. Die Kinder haben Bilder gemalt zum Thema “Abrahams Weg ins verheißene Land”. Vom nächsten Schuljahr an können Kinder bei Bedarf auch nachmittags betreut werden.

Foto: Hans-Günther Meyer

Text: Reinhard Günnewig

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

Geschrieben am 30. Januar 2007 | Abgelegt unter Schule |