Autofahrer (70) übersieht rote Ampel in Nettelstedt

Nettelstedt (stb). Eine achtjährige Schülerin ist am Mittwochmorgen von einem Auto an der Bundesstraße 65 in Nettelstedt angefahren worden. Nachdem Aufprall wirbelte sie einige Meter durch die Luft, bis sie schwer verletzt auf dem Boden aufprallte.
Nach Zeugenaussagen überquerte das junge Mädchen mit einem Schulranzen um 7.35 Uhr die Bundesstraße. Vorschriftsmäßig benutzte sie dabei laut Polizei die Fußgängerampel. Ihr Signal zeigte auf Grün, als sie die Straße betrat.
Doch der 70-jährige Fahrer eines Fiat Cinquecento aus Richtung Eickhorst übersah sein rotes Stoppsignal und bretterte nahezu ungebremst über die Fußgängerfurt. Er gab nach Polizeiangaben an, durch die tief stehende Sonne geblendet worden zu sein. Daher habe er das Rotsignal nicht wahrgenommen.
Das junge Mädchen wurde von dem Auto erfasst, prallte gegen die Windschutzscheibe und kam mehrere Meter entfernt auf der Straße auf. Dabei verletzte sie sich schwer. Mit dem Rettungswagen wurde sie Mindener Johannes-Wesling-Klinikum gebracht.

Erst weit hinter der Fußgängerfurt kommt der Fiat Cinquecento zum Stehen. Der Fahrer hatte die rote Ampel übersehen.
Die Fußgängerampel an der B 65/ Einmündung Zur Riete in Nettelstedt ist im Jahr 2003 eingeweiht worden. Sie soll den Schülerinnen und Schülern der Grundschule einen sicheren Schulweg ermöglichen. Erst im vergangenen November hatten sich die Schüler von Bürgermeister Eckhard Witte und ihrem Bundestagsabgeordneten Steffen Kampeter eine weitere Fußgängerampel oder einen Zebrastreifen gewünscht. Außerdem bemängelten die Schüler, dass immer wieder Autofahrer das Rotlicht missachten.
Artikel vom 04.03.2010