Nettelstedter Karlheinz Komm vollendete sein 70. Lebensjahr

Lübbecke (NW). Seine Welt ist die Bühne, die Literatur. Sein Werk umfasst Romane, Schauspiele, Komödien und Volksstücke. Er inszeniert, schreibt Drehbücher und übernimmt auch eigene Rollen. Seit vielen Jahren zählt er zu den meistgespielten deutschen Bühnenautoren. Treu geblieben ist er aber stets seiner westfälischen Heimat. Am Wochenende nun feierte Karlheinz Komm in seinem Haus in Nettelstedt seinen 70. Geburtstag.Geboren 1934 in Bethel unterrichtete er nach dem Studium der Pädagogik zunächst an Schulen in Bielefeld und brachte es bis zum Rektor. Er nahm Gesangs- und Schauspielunterricht. 38jährig wagte er den Sprung in die Dramaturgie. Er arbeitete als Dramaturg und Schauspieler unter anderem an Bühnen zwischen Hannover und Regensburg, leitete mehrere Jahre die Kreuzgangfestspiele im fränkischen Feuchtwangen und war Dozent an der Musikhochschule in Detmold.
Einen Namen machte sich Komm durch zahlreiche Volksstücke und Komödien aus eigener Feder und Bearbeitungen von Märchen, die an vielen Bühnen aufgeführt wurden, so an der Niederdeutschen Bühne in Kiel. Auch das Fernsehen wurde auf ihn aufmerksam. Immer wieder nahm sich Komm auch historischer Stoffe und Figuren an wie 1983 mit „Der Fall Luther“ und „Die Nacht von Flossenbürg“ in Erinnerung an den Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bohnhoeffer. Mit „Kriegskinder“ verfasste der Nettelstedter einen autobiographischen Roman.
Seit einigen Jahren engagiert sich der 70-Jährige für die „Senioritas“, schreibt und inszeniert für eine Laientheatertruppe, die im Altkreis viele Freunde gefunden hat.
Vielseitiger Kulturschaffender: Karlheinz Komm.Quelle: Neue Westfälische Lübbecke