Einsegnung durch Superintendent Dr. Rolf Becker
Von Christine Scheele
Nettelstedt (WB). Unter großer Beteiligung wurde in der Kirche Nettelstedt Dagmar Kelle ordiniert. Die Stühle reichten nicht, um den vielen Gästen einen Sitzplatz zu geben. Die Gemeinde, Kolleginnen und Kollegen, die Familie von Dagmar Kelle mit ihrem Ehemann Dr. Sebastian Kelle, der eigens aus den USA angereist war, Freunde aus Schulzeit, Studium, Vikariat waren gekommen um bei dem wichtigen Datum für Dagmar Kelle dabei zu sein.
In seiner Ansprache betonte Superintendent Dr. Becker Bedeutung und Verbindlichkeit der Ordination, in dem Dagmar Kelle sich zur Kirche mit ihren Glaubenszeugnissen bekennt, die Kirche sich aber auch verpflichtet, für sie zu sorgen. Dr. Becker assistierten ihre Mentoren im Vikariat, Pfarrerin Anke Klapprodt und Pfarrer Markus Bräuer. Der Posaunenchor Nettelstedt unter der Leitung von Horst Helmich und der Kirchenchor Gehlenbeck unter der Leitung von Ingeborg Renz gestalteten den musikalischen Rahmen.

Pastorin Dagmar Kelle bei Ihrer Ordination. Der Superintendent des Kirchenkreises Lübbecke, Dr. Rolf Becker (rechts), leitete die Ordinationsfeier von Dagmar Kelle (2.v.li.). Ihm assistierten Pfarrerin Anke Klapprodt (li.) und Pfarrer Markus Bräuer (2.v.re.).
In ihrer Predigt nach der feierlichen Ordinationshandlung sprach Dagmar Kelle über die Versöhnung mit Gott, die den Menschen öffnet für das Leben, wie es im Augenblick ist. »Versöhnung ist: Morgens in den Spiegel zu schauen und zu sehen, so wie ich jetzt bin, hat mich Gott gedacht und gewollt. Es ist ein Unterbrechen, ein Stopp gegenüber den oft hohen Ansprüchen, die ich an mich und an andere habe. Versöhnung im christlichen Sinne ist ein Freispruch trotz erwiesener Schuld.«Auch im sich anschließenden Empfang waren freie Plätze Mangelware. Frauen aus der Gemeinde und vom Kindergarten trugen Suppe und die vielen Platten mit Schnittchen zur Stärkung an die Tische. An den zahlreichen und warmherzigen Grußworten konnte man spüren, wie sehr Dagmar Kelle die Menschen nicht nur durch ihren wachen Verstand, sondern auch durch ihr großes Herz berührt. »Wir sind mit dem Bus gekommen. Und ich habe den Auftrag aus der Gemeinde, Dagmar Kelle wieder mit zu nehmen«, sagte ihre Mentorin während des Vikariates Anke Klapprodt aus Coesfeld. Um eine Antwort war dann auch Kirchmeister Wilfried Röwekamp nicht verlegen. »Und der Bus muss ohne Dagmar Kelle zurück fahren. Wir geben sie nicht mehr her.« Zum Abschluss bedankte sich Pastorin Kelle für die große Beteiligung, die vielen helfenden Hände und guten Wünsche. Sie bedankte sich ausdrücklich bei ihren Freunden für die Begleitung – und ganz besonders bei ihren Eltern für das Vertrauen, das sie in sie gesetzt haben.

Kirchmeister Wilfried Röwekamp begrüßt die neue Pastorin Dagmar Kelle in Nettelstedt.
Fotos: Christine Scheele
Artikel vom 24.10.2007
Quelle: Lübbecker Kreiszeitung – Westfalen Blatt