MdB Steffen Kampeter schlägt beim Kreisparteitag selbstkritische Töne an – Vorstandswahlen

Minden-Lübbecke (ök). Der 43. Kreisparteitag der CDU Minden-Lübbecke in der Mindener Stadthalle, zu dem Kreisvorsitzender MdB Steffen Kampeter neben den 228 Delegierten auch den ehemaligen Landrat Hermann Struckmeier und den Europa-Politiker Elmar Brok begrüßte, stand nach der verloren gegangenen Landratswahl ganz im Zeichen der Forderung nach mehr zukünftiger Geschlossenheit in den eigenen Reihen. Eine Forderung, die sich nicht nur durch die Grußworte der verschiedenen Redner wie ein roter Faden zog, sondern auch und vor allem vom Vorsitzenden des Kreisvorstandes der CDU, MdB Steffen Kampeter, in seinem Rückblick über die in den vergangenen Jahren von der CDU auf Kreisebene geleistete Arbeit unmissverständlich für die Gewinnung zukünftiger Wahlen als unverzichtbar herausgestellt wurde.
Kampeter räumte ein, dass möglicherweise bei der Wahl des Landrates auch Fehler gemacht worden seien. Nachträgliche Schuldzuweisungen seien aber wenig hilfreich und führten zu nichts. Besser sei es allemal, jetzt »den Blick nach vorne auf die nächsten anstehenden Wahlen zu richten und die Kräfte der CDU zu bündeln«.
Der geleisteten Arbeit der vielen Helfer und Unterstützer der CDU bei der Landratswahl, insbesondere aber der unermüdlichen Aufklärungsarbeit des Landratskadidaten der der CDU, Hartmut Heinen, der nach eigenen Angaben 200 Informationsveranstaltungen zur Erläuterungen seiner Zielvorstellungen durchgeführt hat, zollte der Kreisvorsitzende unter dem Beifall der Anwesenden Dank und Anerkennung. Kampeter würdigte auch die Leistungen des ausgeschiedenen Landrats und Ehrenvorsitzenden der Kreis CDU, Wilhelm Krömer, als einen unschätzbaren »Einsatz mit Herzblut für die Belange der CDU«. In diesem Zusammenhang verwies er auf die vielen von Krömer mit initiierten Projekte mit überregional anerkannter Vorbildfunktion. »Ein Landrat«, rief der Kreisvorsitzende den Delegierten zu, »muss ein Landrat für alle Bürger sein«.
Steffen Kampeter verhehlte nicht, dass ihm und seiner Partei der altersbedingte Mitgliederschwund, der in den letzten beiden Jahren immerhin auf Kreisebene per Saldo nahezu die Zahl 200 erreicht hat, Sorgen für die Zukunft bereitet. Es sei daher unerlässlich, dass jedes CDU-Mitglied in seinem Wirkungsbereich zukünftig versuche, möglichst neue Mitglieder – und vor allem auch Frauen – für die Parteiarbeit zu gewinnen. Überzeugende positive Gründe dafür gäbe es genug; »dennoch«, so der 1. Vorsitzende der Kreis CDU, »ist auf Kreisebene wie auch bundesweit eine Reform der Parteiarbeit in Zukunft unerlässlich mit dem erklärten Ziel, das Profil der CDU als bürgerliche und bürgernahe Partei öffentlichkeitswirksam stärker herauszustellen.«

Der neu gewählte Kreisvorstand der CDU Minden-Lübbecke mit (v. l.)
Jost Kottmeyer, Klaus Buchholz, Dr. Wolfgang Dehne, Herbert Michels,
Katja Zühlke, Friedrich-Wilhelm Niermann, MdB Steffen Kampeter,
MdL Friedhelm Ortgies. Foto: Böker
Elmar Brok bedauerte in seinem Grußwort die erschreckende Unkenntnis vor allem junger Menschen über historische Ereignisse, die es gelte, neu zu vermitteln. MdL Friedhelm Ortgies gab einen kurzen Überblick über die Leistungen des Landtages NRW unter der Führung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, die das Land vom vorletzten Platz wieder an die Spitze der Bundesländer geführt hätten (weiterer Bericht folgt).
Die anschließend durchgeführten Vorstandswahlen brachten folgendes Ergebnis: 1. Kreisvorsitzender: MdB Steffen Kampeter (Minden), Stellvertreter: Dr. Wolfgang Dehne (Lübbecke), Herbert Michels (Minden), MdL Friedhelm Ortgies (Rahden), Klaus Buchholz (Hüllhorst), Schatzmeister: Jost Kottmeyer (Bad Oeynhausen), Stellvertreter: Friedrich-Wilhelm Niermann (Stemwede), Schriftführerin: Katja Zühlke (Porta Westfalica), Stellvertreterin: Anja Kittel (Espelkamp/gewählt in Abwesenheit wegen Krankheit).
Artikel vom 26.11.2007
Quelle: Lübbecker Kreiszeitung – Westfalen Blatt