Mit Vollgas auf die Ziellinie

Für Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” liegen bereits viele Bewerbungen vor / Frist endet am 1. April

Lübbecke. “Wir wollen diesmal ganz vorn dabei sein”, sagt Karl-Wilhelm Finke von der Vereinsgemeinschaft Bad Holzhausen mit Blick auf den Kreiswettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” 2008. Aber auch in vielen anderen heimischen Dörfern gibt es derzeit Versammlungen und Gespräche über eine Beteiligung und die Entwicklung von Bewerbungskonzepten.“Die erste Meldung ging bei uns aus Pr. Ströhen ein. Inzwischen liegen schon zahlreiche Anmeldungen vor. Beim letzten Kreiswettbewerb 2005 haben sich 26 Dörfer beteiligt. In diesem Jahr rechne ich mit 30 Anmeldungen plus dem Sonderwettbewerb”, sagt Rainer Riemenschneider, zuständiger Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

Als Debütant ist Alswede dabei, das Jubiläumsdorf Nettelstedt nimmt erstmals seit den 80er Jahren wieder teil. “Bei uns ist im Jubiläumsjahr die Dorfgestaltung ein zentrales Thema. Deswegen rechnen wir uns gute Chancen aus”, zeigt sich Helmut Öwermann zuversichtlich. Wie der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft erklärt, wird der Verein der Garten- und Heimatfreunde federführend das Konzept für die Bewerbung ausarbeiten. Auch Lashorst und Levern haben sich aus dem Altkreis Lübbecke schon angemeldet.

Gerechnet wird auch mit Bewerbungen aus Frotheim, Gestringen, Harlinghausen und Wehe. In Blasheim wird es am 19. Februar eine Dorfversammlung geben, wo über die Teilnahme entschieden wird. In Oberbauerschaft gab es bereits eine Zusammenkunft der Vereinsvertreter. “2008 war uns zu knapp. Wir wollen uns 2011 anmelden und die nächsten Jahre zur Vorbereitung nutzen”, sagt Dirk Oermann. Ein Entscheidungstreffen der Vereinsgemeinschaft Schnathorst steht am 12. Februar noch aus.

Bis zum 1. April haben die Dörfer Zeit, sich beim Kreis anzumelden. Die Bereisungen durch die Jury erfolgen vom 26. Mai bis 21. Juni . Die Kreissiegerehrung wird am 25. Juni in der Stadthalle Lübbecke stattfinden. Nehmen mehr als 30 Dörfer teil, kann der Kreis zwei Dörfer für den Landeswettbewerb 2009 nominieren. Die Landessieger nehmen zudem 2010 am Bundeswettbewerb teil.

“Unsere Dörfer geben sich immer viel Mühe und agieren auf einem sehr hohen Niveau”, weiß Riemenschneider aus Erfahrung. Er bringt dabei die Goldmedaillengewinne auf Bundesebene von Stockhausen, Levern und Ströhen in Erinnerung. Ganz wichtig ist ihm, dass es den Dörfern nicht vorrangig um eine gute Platzierung gehen sollte, sondern um die Nutzung der Chancen, die der Wettbewerb biete. Zum Beispiel könnten dörfliche Projekte auch über den Wettbewerb hinaus begleitet und gefördert werden. Als Neuheit bietet der Kreis noch unentschlossenen Dörfern Beratungen für die Teilnahme an. Isenstedt habe bereits im August eine Beratung erhalten, Varl und Sielhorst erwarteten in Kürze Vertreter der Kommission zur Beratung.


Kindern gehört die Zukunft: Beim Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” 2005 bot der Heddinghauser Kern in Holzhausen eine eindrucksvolle Präsentation intakten dörflichen Lebens mit vielen Kindern, die auch ihre Freude an alten Traktoren zeigten. Beim Dorfwettbewerb 2008 will Bad Holzhausen beste Zukunftsperspektiven vorstellen und sich einen vorderen Rang erkämpfen.

Archivfoto: Jörn Spreen-Ledebur


Bei der Bereisung: Die Jury ist mit Bewertungsbögen unterwegs.


Siegerdorf: Der Stiftsort Levern mit seinem malerischen Dorfkern hat 2005 gewonnen und startet damit 2008 in der Sonderklasse.

Text und Fotos: Hans-Günther Meyer

Gewinner

Beim letzten Kreiswettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” 2005 wurde Hävern als heimischer Vertreter für den Landeswettbewerb 2006 nominiert. In den drei Größenordnungsgruppen siegten Messlingen, Levern, Kleinenbremen und Frotheim. Diese Dörfer sind zusammen mit Hävern beim Kreiswettbewerb 2008 in einer Sondergruppe unter sich.

Verkündet wurden die Platzierungen im Sommer 2005 in der Stadthalle Lübbecke:

Gruppe A (Dörfer unter 1.000 Einwohnern) 1. Messlingen, 2. Stockhausen, 3. Harlinghausen.

Gruppe B (Dörfer zwischen 1.000 und 2.500 Einwohnern): 1. Levern, 2. Wietersheim, 3. Pr. Ströhen, Gestringen, Eldagsen, Friedewalde.

Gruppe C (Dörfer über 2.500 Einwohner): 1. Kleinenbremen und Frotheim, 3. Gehlenbeck, Volmerdingsen und Rothenuffeln. (hgm)

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

Geschrieben am 31. Januar 2008 | Abgelegt unter Dorfgemeinschaft |