Jack-Russell-Terrier wirbelt im Big-Brother-Haus / Seine Wiege stand in Nettelstedt

Lübbecke-Nettelstedt/ Köln. “Peng, Peng”, hallt es durch den Raum. In diesem Moment fällt der schwarz-braun-weiße Jack-Russell-Terrier starr auf die Seite und rührt sich nicht mehr. Doch im nächsten Moment springt Jimmy wieder auf und läuft im Zick-Zack durch die Beine von Herrchen Alex. Das Publikum staunt. Was aussieht wie eine Tierdressur im Zirkus, ist eine Aufgabe im Big-Brother-Haus. Bewohner Alex Stark hat Besuch von seinem Jack-Russell-Terrier Jimmy bekommen. Der dreijährige, kurzbeinige Geselle darf die Nacht bei seinem Herrchen im Haus verbringen, sofern sie es schaffen, fünf Kunststücke vorzuführen.
Für das Duo eine Leichtigkeit. Und so können der Promoter aus Linz und sein Hund Jimmy aus Lübbecke nach 54 Tagen Trennung wieder einige Stunden miteinander verbringen. Auch Freundin und Frauchen Tanya Pallay freut sich über die zurück gewonnene Zweisamkeit.
Doch wie kommt der Vierbeiner aus dem Altkreis eigentlich ins Big-Brother-Haus? “Wir suchten einen kleinen, sportlichen Hund, der sehr clever und wenig krankheitsanfällig sein sollte”, erinnert sich Tanya Pallay. In Nettelstedt wurden sie fündig. Sie setzten sich für sieben Stunden ins Auto, um von Poing bei München “erst einmal nur zum Angucken” zu Karl und Gabriele Grote und den Welpen ihrer Hündin Sissi zu fahren. Beim Angucken blieb es natürlich nicht, und auf der Rückfahrt waren sie zu dritt.
Die Landwirte und Hobbyzüchter erinnern sich gern an das Paar aus dem Süden und den Hundewelpen “mit dem besonders schönen Gesicht”, so Gabriele Grote. “Im Herbst haben wir sogar noch einmal Besuch von ihnen bekommen und sahen, wie gut es Jimmy geht!” Dort konnten sie zusammen mit den Grote-Kindern Christian (10), Philipp (12) und Gerd (13) auch einen Blick auf jede Menge Kunststücke werfen. Jimmy, der eigentlich Aldo vom Lerchenhof heißt, hatte zuvor den 4. Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften im Trick Dog belegt.
Auf einem Hof zwischen Ponys, Hühnern, Enten, Gänsen, Katzen und einer Ziege, mit der die Hunde bevorzugt ihre Kräfte messen, züchtet die Nettelstedter Familie seit neun Jahren Jack-Russell-Terrier. Hündin Sissi hat inzwischen 44 Welpen geworfen. Auch deren Tochter Ninni sorgt jedes Jahr für sechsköpfigen Nachwuchs.
Mit der Aufzucht der Welpen sind vor allem die Kinder betraut. In den ersten beiden Wochen wird die junge Hundefamilie sich selbst überlassen, danach werfen Christian, Philipp und Gerd schon einmal einen Blick auf den Nachwuchs, ehe sie dann mit dreieinhalb Wochen die Pflege übernehmen. Die Hunde sind feste Familienmitglieder bei Grotes. Natürlich fällt die Auswahl der Pflege-Welpen unter den Kindern nicht leicht und der Abschied genauso wenig. “Jeder hat so seinen Liebling”, weiß Gerd, der mit Christian schon des Öfteren um einen Welpen feilschen musste. Philipp sieht das Ganze gelassener: “Ich lasse Gerd und Christian zuerst aussuchen – und nehme dann den Rest.”
Mehr zu sehen von Jimmy gibt es auf der Internetseite seines Herrchens (www.bbalexx.de) oder der Big-Brother-Homepage (www.bigbrother.de).

Braucht auch mal ein Päuschen: Jimmy zeigte mit Herrchen Alex im Big-Brother-Haus, was er drauf hat.

Familienbande: Christian, Gerd und Philipp Grote (v.l.) kümmern sich um Hündin Sissi, die inzwischen 44-fache Mutter ist.
Text und Fotos: Jan Schwarz
Quelle: Neue Westfälische