Stadt wird mehrere Millionen Euro in Sekundarschule investieren / Nur der Standort fehlt noch

Lübbecke (nw). Seit Anfang der Woche liegt die Genehmigung des Schulministeriums NRW für die Errichtung einer Sekundarschule in Lübbecke nun auch schriftlich vor. Das Konzept der Stadtschule steht, der Start erfolgt im August am Standort der Jahn-Realschule. Die Entscheidung über den endgültigen Standort soll im März getroffen werden.
„Ein großer Schritt in Richtung eines zukunftsweisenden, wohnortnahen Schulsystems ist vollbracht. Aber nur wenn die Eltern ihre Kinder jetzt auch an der Stadtschule anmelden, wird die Sekundarschule kommen“, sagt Bürgermeister Eckhard Witte.
Die Sekundarschule nimmt ihren Betrieb nach den Sommerferien auf, wenn mindestens 75 Kinder aus dem Lübbecker Stadtgebiet angemeldet werden. Die Anmeldephase beginnt am Montag, 13. Februar.
Ein großer Teil der Familien – zwischen 40 und 45 Prozent – hat in den vergangenen Jahren für ihre Kinder nach der Grundschule einen Schulstandort außerhalb Lübbeckes gewählt, bevorzugt Gesamtschulen. Die neue Stadtschule kommt als Sekundarschule mit einem integrierten Schulsystem diesem deutlich geäußerten Elternwillen nach einem längeren gemeinsamen Lernen nach.
Die Angebote garantieren individuelle Förderung entsprechend den Bedürfnissen der Kinder. Mit dem pädagogischen Konzept entspricht die Stadtschule einer Gesamtschule ohne gymnasiale Oberstufe. Der Weg zum Abitur wird durch die verbindliche Kooperation mit dem Wittekind-Gymnasium ermöglicht.
Die zusätzliche Kooperation mit dem Berufskolleg ist auf den gezielten Übergang zu beruflichen Bildungsgängen ausgerichtet. Die Schule wird im Ganztag geführt und ermöglicht alle Schulabschlüsse der Sekundarstufe I.
Vertreter aller Lübbecker Schulen, der Grundschulen, der Hauptschule, der Jahn-Realschule, des Wittekind-Gymnasiums, der Pestalozzischule, des Berufskollegs und der Schule am Buschkamp haben gemeinsam mit Elternvertretern das pädagogische Konzept erarbeitet. Daraus leitet sich auch ein Raumkonzept ab, das Grundlage für die ausstehende Entscheidung über den endgültigen Schulstandort ist.
Für die Stadtschule kristallisieren sich zwei Standortalternativen heraus. Eine am Standort der jetzigen Realschule mit einem Ergänzungsbau sowie einer umfassenden Modernisierung und eine am Standort der jetzigen Hauptschule mit einem weitgehenden Um- und Neubau. „Politik und Verwaltung sind bereit, in die neue Sekundarschule einen Betrag in einer Größenordnung von mehreren Millionen Euro zu investieren. In jedem Fall werden wir eine Lösung herbeiführen, die sowohl eine sehr gute Umsetzung des Raumkonzeptes als auch eine verträgliche Übergangsphase ermöglicht“, sichert Eckhard Witte zu.
Nach einem abschließenden Planungstreffen mit den Akteuren der pädagogischen Arbeitsgruppe und Vertretern der Politik soll die Standortentscheidung im März von Rat und Verwaltung getroffen werden.

Daumen hoch: Rolf Kleffmann (Stadt Lübbecke), Ingeborg Renz ( Astrid Lindgren-Grundschule), Arnd Geist (Grundschule Im Kleinen Feld), Silke Gillar (Schulverbund Gehlenbeck-Nettelstedt), Jörg Bartel (Stadt Lübbecke), Friedhelm Sauerländer (Wittekind-Gymnasium), Anke Breuer (Grundschule Blasheim), Stefan Becker (Berufskolleg Lübbecke), Axel Grothe ( Pestalozzischule) und Bürgermeister Eckhard Witte.
INFO
Anmeldung
Anmeldungen für die Stadtschule (Sekundarschule) Lübbecke sind vom 13. Februar bis zum 2. März im Sekretariat der Jahn-Realschule, Jahnstraße 2, möglich.
Fragen zur Anmeldung beantwortet die Schulleiterin, Marion Bienen, Tel. (0 57 41) 7743.
Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

