Gelungener Mix aus Theater, Musik und Sport

34. Westfälischer Abend in der Stadthalle / Buntes und vielseitiges Programm begeistert Zuschauer



Lübbecke. Eine liebgewonnene Tradition ist er, der Westfälische Abend. Und so fand er unter großem Besucherandrang bereits zum 34. Mal in der Stadthalle in Lübbecke statt. Bis auf den letzten Platz waren die Ränge besetzt. Vereine aus Lübbecke und Umgebung boten an diesem Abend ein dreistündiges Programm aus Musik, Theater und sportlichen Einlagen auf höchstem Niveau. Und den Zuschauern hat es gefallen, wie der Applaus am Ende einer jeden Darbietung ganz deutlich machte.

Zur Einstimmung startete das Lübbecker Akkordeon-Orchester unter Leitung von Klaus Novak mit dem schwungvollen Marsch “Wir grüßen mit Musik”. In dem folgenden Konzertino aus der Feder des Akkordeonvirtuosen Curt Mahr übernahm Klaus Novak die Rolle des Solisten. Der Klang seines besonderen Akkordeons kam dabei wunderbar zur Geltung.

“Was ist das klassische Volkslied? Es ist das Lied des ganzen Menschen, jenes Menschen, der alle Entwicklungsmöglichkeiten noch in sich trägt und der nur recht von Herzen zu singen braucht, um dem ganzen Volke Herzenskünder zu werden” zitierte Moderatorin Elke Knicker den Herausgeber des Volksliederbuchs “Zupfgeigenhansel”, Hans Breuer. Damit kündigte sie den Volkschor Gehlenbeck an, der mit einer schwungvollen Mischung aus Volksliedern und modernen Stücken das Publikum begeisterte.

Viel zu Lachen gab es für die Zuschauer bei der Aufführung des plattdeutschen Theaterschwankes “De däatschotene Hoahn2 von Heimatdichter Martin Simon aus Nettelstedt. Die Spielgemeinde der Freilichtbühne Nettelstedt gab einen Streit zwischen den Familien Storck und Alböbeken um einen verschwundenen Hahn zum Besten, der zu allerlei Irrungen und Wirrungen führte.

Auf eine Reise durch das musikalische Griechenland ging es mit den sieben Musikern der Folkloregruppe Repe. Mit Musik um uralte Tänze, die schon in der Antike getanzt wurden, brachten die Musiker den Zauber von Europas Süden nach Lübbecke.

Besonders eindrucksvoll war der Auftritt der Turnergruppe des Blasheimer Sportclubs. Elf junge Menschen im Alter von 10 bis 23 Jahren begeisterten das Publikum mit turnerischen Höchstleistungen. Unter der Leitung von Thomas Kisker zeigten die jungen Sportler mit ihrem Programm “The spirit of gymnastics” waghalsige Akrobatik und meisterliche Turnübungen gepaart mit vielen Showelementen.

In die Welt der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts entführte der Männergesangsverein Lübbecke. Besonderen Anklang fanden dabei das Medley aus dem Repertoire der berühmten “Comedian Harmonists” und das Lied “Sag beim Abschied leise Servus” von Peter Kreuder.

Über den großen Teich ging es abschließend mit dem Schützen-Musik-Corps Lübbecke. Bei dem schwungvollen Medley aus Sinatra-Songs und anderen internationalen berühmten Melodien mochte kaum einer der Zuhörer seine Beine still unter den Stühlen halten. Eine kleine Ratestunde für das Publikum gab es ebenfalls. Sechs Hits aus bekannten Kinderfernsehserien galt es bei dem Stück “Hurra Hurra” zu erraten.


Das Corpus Delicti: Oma Albökeken holt den vermeintlichen Hahn aus dem Storckschen Suppentopf. Skeptisch lauschen der herbeigerufene Hauptmann (l.) und der Schiedsrichter ihrer Geschichte.

Exotisch: Mit der Mandoline auf den Spuren Griechenlands.

Gekonnt: Der Blasheimer SC begeisterte vor heimatlicher Kulisse mit rhythmischer Sportgymnastik.


Verliebt: Heimliche Küsse im Morgengrauen.

Fotos: Tyler Larkin

Text: Mamke Kühl

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

Geschrieben am 18. November 2008 | Abgelegt unter Freilichtbühne |