“Erfolgsmodell” im ganzen Ort

“Offene Ganztagsschule”ab2007auch in Gehlenbeck und Nettelstedt

Lübbecke. An vier Lübbecker Grundschulen wird die Kinderbetreuung bis zum Nachmittag bereits angeboten. Im nächsten Jahr werden die beiden bislang noch fehlenden Grundschulen in Nettelstedt und Gehlenbeck wohl dazu kommen. Mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 soll die “Offene Ganztagsschule” (OGS) nämlich auch in diesen beiden Stadtteilen angeboten werden. Damit wäre Lübbecke flächendeckend mit einem Service versorgt, den Arndt Geist, Leiter der Grundschule Im kleinen Feld, gestern in der Sitzung des Ausschusses für Bildung als “sehr erfolgreiches Modell in allen Bereichen” lobte.

In fünf Gruppen werden derzeit in den vier Schulen über 100 Jungen und Mädchen nach Ende des Schulunterrichts versorgt. Sie essen zu Mittag, erhalten Hausaufgabenbetreuung und können die Freizeit gemeinsam genießen. Dies alles klappt, weil mit der Parität für Kinder und der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Minden-Lübbecke, kompetente Partner bereit stehen, ehrenamtliche Helfer mitwirken sowie Lehrer und Eltern aus Überzeugung hinter dem Konzept stehen. “Das ist alles in allem der erste richtige Schritt in Richtung echter Ganztagsschule”, bewertete Pädagoge Geist die seit gut drei Jahren praktizierte OGS.

Und das Modell macht Schule. Auch in den östlichen Gemeinden gibt es nun eine “sehr große Nachfrage”, wie die Leiterin der Grundschule Nettelstedt mitteilte. 19 Eltern haben Interesse an der Offenen Ganztagsschule bekundet, in Gehlenbeck haben sogar 25 Eltern bei Leiterin Silke Giller Bedarf an dieser Art zusätzlicher Schülerbetreuung angemeldet. Die monatlichen Kosten für die Eltern; belaufen sich einschließlich des Mittagessens auf rund 120 Euro.

Die Entscheidung des Ausschusses für Bildung zur Einrichtung der GOS vom kommenden Schuljahr an auch in Gehlenbeck und Nettelstedt fiel auf der Sitzung in der Grundschule Blasheim einstimmig. Wenn auch mit dem Zusatz “vorbehaltlich der Finanzierung”. Denn in beiden Stadtteilen reichen die vorhandenen Räume in den Schulen für das Zusatzangebot der Stadt nicht aus. Es muss angebaut werden. “Das kostet richtig Geld und zwar an beiden Standorten”, kommentierte Ausschussvorsitzender Uwe Kröger (CDU). “Aber ich freue mich über diese gute und richtige Entscheidung”.


Platz fehlt: An der zweizügigen Gehlenbecker Grundschule rnuss investiert werden, bevor die “Offene Ganztagsschule” starten kann.


Zu eng: Schon derzeit wird es knapp an der Nettelstedter Grundschule. Für die GOS muss auch hier angebaut wer den.

Text: Reinhard Günnewig

Fotos: Hans-Günther Meyer

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

Geschrieben am 30. November 2006 | Abgelegt unter Schule |