Ein Herz für Bühne und Sport

Wilhelm Arning starb im Alter von 82 Jahren

Lübbecke-Nettelstedt (hgm). Das Dorf Nettelstedt trauert um Wilhelm Arning. Er verstarb am 12. November im Alter von fast 83 Jahren. Wilhelm Arning war als Urgestein der Freilichtbühne Nettelstedt und als Handball-Pionier weit über die regionalen Grenzen bekannt und erwarb sich im Sport und in der Heimatarbeit besondere Verdienste.Wilhelm Arning wurde am 5. Dezember 1926 im Nettelstedter Ortsteil „Auf der Horst“ geboren. Über 60 Jahre stand er als Laien-Schauspieler zusammen mit Martha Budde auf der Freilichtbühne und spielte noch in diesem Jahr eine Rolle in dem Abendstück „Arsen und Spitzenhäubchen“.

Seine Schauspielerlaufbahn begann 1934 mit „Thumelico“ in dem Stück „Die Hermannschlacht“. Zu seinen Lieblingsrollen gehörten „Der Zauberer Gottes“ und „Im weißen Rössl“. Dem Nettelstedter wurde die Schauspielerei in die Wiege gelegt. Bereits seine Eltern waren als Laienschauspieler auf dem Hünenbrink aktiv. Er spielte aber nicht nur Freilichttheater, sondern fungierte auch als Spielleiter und Regisseur.

Wilhelm Arning wird auch wegen seiner Pionierarbeit im Sport unvergessen bleiben. Er war von Beginn an Mitglied des TV Jahn Nettelstedt, dem Vorläufer des TuS Nettelstedt.

Wilhelm Arning hatte auch Anteil am Aufschwung des Handballs in Nettelstedt. Er durfte miterleben, wie der TuS Nettelstedt Deutscher Pokalsieger und Europapokalsieger wurde. Der Verstorbene gehörte dem Vorstand an und war bei Bundesligaspielen oft als Zeitnehmer im Einsatz. Mehr als 25 Jahre war er Jugendwart des TuS Nettelstedt.

Erinnerung: Über 60 Jahre spielte Wilhelm Arning zusammen mit Martha Budde (hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2008) auf der Freilichtbühne Nettelstedt.

Archivfoto: Hans-Günther Meyer

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

Geschrieben am 18. November 2009 | Abgelegt unter Dorfgemeinschaft,Freilichtbühne,TuS Nettelstedt |