Gewappnet für die Einheit in Vielfalt

Vorstellung der neuen Lübbecker Ortsteilwappen

Lübbecke. Für kurze Irritation unter den Besuchern sorgte am Samstagmorgen im Kultur- und Medienzentrum nur das neue Alsweder Wappen: „Oben und unten sind ein paar Flüge zu erkennen, links und rechts ein paar Pflüge“, erläuterte Ortsheimatpfleger Gerd Niemeyer und schaute in einige fragende Gesichter. „Einmal mit ,p’ und einmal ohne“, schickte er erklärend hinterher. „Als ,Flug’ bezeichnet man einen stilisierten Vogel – nur die Flügel sind zu sehen.“Niemeyer, dessen Engagement in erster Linie zu verdanken ist, dass die Idee neuer Ortsteil-Wappen in nur vier Monaten realisiert wurde, versorgte die anwesenden Ortsvorsteher, Ortsheimatpfleger, Lokalpolitiker und anderen Besucher mit einer wahren Flut an informativen Details zu den verschiedenen Symbolen.

In ihrem Grußwort hatte Bürgermeisterin Susanne Lindemann kurz zuvor das ehrenamtliche Engagement vieler Lübbecker und Lübbeckerinnen gelobt und Wert auf die Feststellung gelegt, dass „die ganze Aktion nur etwa 1.300 Euro gekostet hat“. Jetzt freue sie sich darauf, „dass die Wappen bald ihren Platz in der neu gestalteten Fußgängerzone bekommen und Lübbecke auf diese Art Einheit in der Vielfalt demonstriert“.

Der größte Dank gebührte zurecht Gerd Niemeyer. Der Stockhauser Ortsheimatpfleger war es, der Ende Februar auf dem „Immo-Forum“ die Idee hatte, alle sieben Ortsteile mit einem eigenen Wappen auszustatten. Niemeyer nahm die Sache selbst in die Hand, recherchierte sinnvolle Wappenbilder für die Orte, sprach die jeweiligen Heimatpfleger auf die Thematik an, präsentierte einige Zeit später mögliche Beispiele für die Gestaltung der jeweiligen Wappen und ging auf die wenigen Verbesserungswünsche der Dörfer ein. Ende April waren sich alle einig.

„Meine Frau Christa hat alle Vorlagen gezeichnet – leider ist sie heute nicht hier, weil sie nicht so in der Öffentlichkeit stehen möchte“, macht Niemeyer deutlich, dass nicht aller Dank ihm gebührt. Grafikerin Sabine Grünert habe die Wappen dann „in hervorragender Weise“ am PC gestaltet.

„Das Ergebnis übertrifft meine eigenen Erwartungen“, sagte Niemeyer sichtlich zufrieden. Zusammen mit Bürgermeisterin Susanne Lindemann überreichte er den anwesenden Ortsvorstehern und Ortsheimatpflegern eine Mappe mit Wappen und den dazu gehörigen Erläuterungen. Dort steht auch geschrieben, was es mit dem „Flug“ auf sich hat.

In den nächsten Wochen wird die Neue Westfälische Ihnen nach und nach erläutern, was die Symbole in den einzelnen Wappen bedeuten. Den Beginn machen wir in unserem heutigen Info-Karton (unten) mit dem Ortsteil Obermehnen.


Bunter Reigen:
Grafikerin Sabine Grünert (3.v.l.), Bürgermeisterin Susanne Lindemann (5. v.l., mit Lübbecker Wappen), Gerd Niemeyer (6. v. l.) und die jeweiligen Vorsteher und Heimatpfleger der Lübbecker Ortsteile mit den neuen Wappen.

Text und Foto: Meiko Haselhorst

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

Geschrieben am 22. Juni 2009 | Abgelegt unter Dorfgemeinschaft |