Seelsorgerin übernimmt Stelle in Nettelstedt / Herzliche Begrüßung durch die Kirchengemeinde

Lübbecke-Nettelstedt (CS).Unter großer Beteiligung wurde jetzt Dagmar Kelle als neue Nettelstedter Pfarrerin ordiniert. Die Gemeinde, Kolleginnen und Kollegen, die Familie von Dagmar Kelle mit ihrem Ehemann Dr. Sebastian Kelle, der eigens aus den USA angereist war, Freunde aus Schulzeit, Studium und Vikariat waren gekommen, um bei dem wichtigen Datum für Dagmar Kelle dabei zu sein. In seiner Ansprache hob Dr. Becker Bedeutung und Verbindlichkeit der Ordination hervor, in dem Dagmar Kelle sich zur Kirche mit ihren Glaubenszeugnissen bekennt, die Kirche sich aber auch verpflichtet, für sie zu sorgen. Dr. Becker assistierten ihre Mentoren im Vikariat, Pfarrerin Anke Klapprodt und Pfarrer Markus Bräuer. Der Posaunenchor Nettelstedt unter der Leitung von Horst Helmich und der Kirchenchor Gehlenbeck unter der Leitung von Ingeborg Renz gestalteten den musikalischen Rahmen. Nach der feierlichen Ordinationshandlung sprach Pfarrerin Kelle in ihrer Predigt über die Versöhnung mit Gott, die den Menschen öffnet für das Leben, wie es im Augenblick ist. “Versöhnung ist: Morgens in den Spiegel zu schauen und zu sehen, so wie ich jetzt bin, hat mich Gott gemacht und gewollt. Es ist ein Unterbrechen, ein Stopp gegenüber den oft hohen Ansprüchen, die ich an mich und an andere habe. Versöhnung im christlichen Sinne ist ein Freispruch trotz erwiesener Schuld.”
Auch beim anschließenden Empfang waren freie Plätze Mangelware. Frauen aus der Gemeinde und vom Kindergarten trugen Suppe und die vielen Platten mit Schnittchen zur Stärkung an die Tische. An den zahlreichen und warmherzigen Grußworten konnte man spüren, wie sehr Dagmar Kelle die Menschen nicht nur durch ihren wachen Verstand, sondern auch durch ihr großes Herz berührt.
“Wir sind mit dem Bus gekommen. Und ich habe den Auftrag aus der Gemeinde, Dagmar Kelle wieder mit zu nehmen”, sagte ihre Mentorin Anke Klapproth aus Coesfeld. Um eine Antwort war dann auch Kirchmeister Wilfried Röwekamp nicht verlegen: “Und der Bus muss ohne Frau Kelle zurück fahren. Wir geben sie nicht mehr her.”
Er wies darauf hin, dass es seit Bestehen der Kirchengemeinde Nettelstedt keine Ordination gegeben habe. Zum Abschluss bedankte Dagmar Kelle sich für die große Beteiligung, die vielen helfenden Hände und guten Wünsche. Sie dankte ausdrücklich ihren Eltern und Freunden für die Begleitung und Vertrauen.

Neue Aufgabe: Anke Klapproth, Michael Tiemann-Piotrowski, Pfarrerin Dagmar Kelle, Markus Bräuer und Superintendent Dr. Rolf Becker beim Einzug in die Kirche.
Foto: Christine Scheele
Quelle: Neue Westfälische Lübbecke