Bürger geben Fingerzeige

Nettelstedter Probleme im Zentrum des Ortstermins mit Bürgermeisterin Lindemann

Lübbecke-Nettelstedt. Der schlechte Zustand der Ortsdurchfahrt im Zuge der B 65 und verschiedener anderer Straßen stand im Mittelpunkt des Ortsteilgesprächs in Nettelstedt mit Bürgermeisterin Susanne Lindemann und dem Beigeordneten Achim Wippermann. Die Straße “Am Friedenshang”, erklärte die Bürgermeisterin, soll bis Ende des Jahres Instand gesetzt werden. Wohl im kommenden Jahr neu hergerichtet werde die Straße “Am Denkmal”. Neue Bauflächen in Nettelstedt seien nicht vorgesehen. “Es gibt noch einige Bauplätze in den vorhandenen Baugebieten”, sagte Lindemann.

Für Unmut sorgt der schlechte Zustand der Ortsdurchfahrt im Zuge der B 65. Ein Antrag auf einen Ausbau sei bereits gestellt. Straßen NRW in Minden habe eine kleine und eine große Ausbauvariante erarbeitet, die dem Bauausschuss vorgestellt werde. Die Frage sei, welche der beiden Varianten die Stadt bevorzuge.

Noch immer gefordert wird eine Überquerungshilfe auf der B 65 im Bereich des “Penny”- und “Jibi”-Marktes. Einen Antrag dafür hatte die CDU-Fraktion gestellt. In diesem Bereich ist es bereits zu Unfällen gekommen. Die Entscheidung liege bei Straßen NRW.

Ein Offenlegungsbeschluss für das Heitmeyer-Gelände hat vergangene Woche den Haupt- und Finanzausschuss passiert. Der Rat wird sich im September damit befassen. Wippermann geht davon aus, dass das Bebauungsplanverfahren in zwei bis drei Monaten abgeschlossen ist. Investor Friedhelm Hohmeier vom Portaner Unternehmen Profilia will einen “Netto”-Markt errichten. “Sobald die Genehmigung da ist beginnen wir”, sagte Profilia-Projektleiter Stefan Kolodziejczyk. Die geforderte Linksabbiegerspur und die Querungshilfe seien in Planung.

Moniert wurde von einem Bürger, dass der Zustand der Nettelstedter Straßen allgemein sehr schlecht sei. “Warum splittet man nicht mehr?” Früher nämlich, als noch gesplittet wurde, sei der Straßenzustand wesentlich besser gewesen. Lindemann versprach Klärung. Wer zuständig für den Rad-/Gehweg nördlich der Husener Straße ist, konnte nicht beantwortet werden. Jedenfalls sei der Wegteil an der Kreisstraße im Bereich der Tennishalle in so einem schlechten Zustand, “dass man dort nicht mehr gehen kann”, wie ein Bürger sagte. Lindemann und Kreistagsabgeordneter Friedrich Lübbert wollen klären lassen, wer dafür zuständig ist, wem das Grundstück gehört. Mit Regenwasser hat man in der Vormbrocksiedlung zu kämpfen. Mehrere Häuser hätten bei großen Niederschlägen Wasser im Keller, wurde berichtet. Die Betroffenen führen das auf die Bebauung bei “Fresenbrink” zurück. Die Bürgermeisterin kündigte an, das Tiefbauamt werde sich mit Anliegern in Verbindung setzen. Auch in der Straße “Am Denkmal” gebe es Probleme mit zu viel Wasser. Dort gingen bei hohen Niederschlägen die Gulli-Deckel hoch.

Zur Verlegung der Winkelstraße sagte Lindemann, dass derzeit Verhandlungen liefen. Eine Abbruchgenehmigung für zwei Gebäude lägen bereits vor.

Ob man Unterstützung für die 975-Jahr-Feier im Jahr 2008 bekomme, konnte die Bürgermeisterin noch nicht sagen. Auf jeden Fall solle man rechtzeitig einen Antrag stellen.


Vor dem Abriss: Diese Restruine der einstigen Möbelfirma Heitmeyer soll bald verschwinden und einem Lebensmittelmarkt Platz machen. Ortsvorsteher Hartmut Ende hofft auf einen Baubeginn möglichst noch in diesem Jahr.

Text und Foto: Waldemar Freitag

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

Geschrieben am 31. August 2006 | Abgelegt unter Allgemein |