Brot aus dem Buchenrauch

Rassegeflügelzuchtverein Netteltstedt nach zwei Jahren Kuchen aus dem Ofen

Lübbecke- Nettelstedt. “Backen wie vor hundert Jahren” hieß es jetzt im Vereinsdomizil des Rassegeflügelzuchtvereines Nettelstedt am Nettelstedter Sportzentrum. Aus einer flüchtigen Idee, war das Projekt “Steinbackofen” entstanden und dieser wurde nun bei herrlich sonnigem Wetter eingeweiht werden. “Die Idee ist vor zwei Jahren auf der Landesgartenschau in Bad Zwischenahn entstanden. Wir, Friedrich Lübbert, seine Frau Doris und ich, sahen einen mobilen Backofen, der unsere Begeisterung weckte.” Das erzählte Friedrich Lübbert, der das Projekt bis zu seiner Vollendung geleitet hatte.

Der Heimatfreund plante und baute für den Rassegeflügelzuchtverein Nettelstedt einen mit Ziegelsteinen verblendeten Backofen. Insgesamt wurden rund 370 Arbeitsstunden geleistet, bis der Backofen von Schornsteinfegermeister Dieter Rosenbohm abgenommen wurde. Nach 18 Stunden Anheizten mit zwei Karren Buchenholz können im Ofen nun Brote, Kuchen und auch Braten gebacken werden. Insgesamt passen Rund 20 Brote hinein.

Einen besonderen Dank richtete Friedrich Lübbert an die Sponsoren und die vielen Freiwilligen, die das Bauvorhaben unterstützten. “Dieses Projekt hat mir viel Freude bereitet.” Das berichtete er stolz und eröffnete mit den Worten “Das Alte ehren – das Neue lehren – das Gute mehren – gegen das Schlechte sich wacker wehren”, das Backfest. Die ersten Brote, die Bäckermeister Andreas Darm vorbereitet hatte, zog Bürgermeisterin Susanne Lindemann aus dem steinernen Ofen. Gemeinsam ließen der Rassegeflügelzuchtverein Nettelstedt, die Sponsoren und alle, die zum Backfest gekommen waren, den Tag mit Kaffee, Kuchen und frischem Brot ausklingen.


Genau, wie früher: Bürgermeisterin Susanne Lindemann und Friedrich Lübbert heben die ersten Brote aus dem neuen Backofen (l.).


Gut geworden: Nicht nur die Brote, sondern auch den Ofen beurteilten die zahlreichen Sponsoren als sehr gelungen. Sie hatten den Vorsitzenden des Rassegeflügelzuchtvereines, Hans-Jürgen Böker (6.v.l) und den Baumeister des Ofens, Friedrich Lübbert (5. v.l.), bei der Arbeit maßgeblich unterstützt.

Text und Fotos: Katharina Beckmann

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

Geschrieben am 24. April 2007 | Abgelegt unter RGZV |