B65 ist immer ein Thema

Rege Diskussion beim Ortsteilfrühschoppen in Nettelstedt

Ortsteilgespräch in Nettelstedt 2017

Nettelstedt (fn). Die Verkehrssicherheit an der B65, die medizinische Versorgung im Dorf und Nachholbedarf beim Internet waren die Themen, die die Nettelstedter mit Bürgermeister Frank Haberbosch diskutieren wollten. Etwa 20 Bürger sind am Sonntag auf den Sportplatz zum Ortsteilfrühschoppen gekommen.

Zunächst berichtete Ortsvorsteher Hartmut Ende vom Sachstand bei den Planungen für altersgerechtes Wohnen an der Stille Straße. Der Zustand von Immobilie und Grundstück passe nicht jedem Nachbarn, es gehe im Hintergrund aber voran, sagte auch Bürgermeister Haberbosch. Ein Gutachten zu möglichen Altlasten liege vor und noch in diesem Jahr solle ein Betreiber für die Service-Angebote gefunden werden. Hartmut Ende: »Es gibt schon 28 Menschen, die dort einziehen wollen.«

Die B65 ist als Ortsdurchfahrt die zentrale Verkehrsachse von Nettelstedt und insofern von besonderem Interesse. Ärger bereiten den Nettelstedtern Sichtbehinderungen an Einmündungen oder Stolperfallen auf Gehwegen. Haberbosch versprach, dies in der so genannten Verkehrsbesprechung mit Stadtverwaltung, Straßenbaubehörde und Polizei einzubringen: Die Sanierung der Ortsdurchfahrt stehe ja bevor.

Ortsteilgespräch in Nettelstedt 2017

Angeregtes Gespräch in geselliger Runde: Bürgermeister Frank Haberbosch (rechts) und Ortsvorsteher Hartmut Ende antworten in Nettelstedt auf die Fragen von etwa 20 Bürgern.

Uwe Hannemann bemängelte, dass es oft schwierig sei, auf die B65 einzubiegen. Und Karl-Gerd Husemeyer fragte, ob nicht auch Nettelstedt wie beispielsweise Eickhorst oder Gehlenbeck eine Ampel oder einen Kreisel erhalten könnte. Demgegenüber stellte Bürgermeister Haberbosch die Haltung der Behörden dar, dass eine Bundesstraße möglichst wenig durch Ampeln unterbrochen werden sollte.

Bernd Fangmeyer fragte zum Thema Straßenbaukonzept der Stadt: »Werden die Bürger in die Planungen einbezogen?« Dies bejahte Bürgermeister Haberbosch. Es werde frühzeitig informiert. Ewald Schrewe brachte eine bröckelnde Steinmauer an der Driffenstraße vor, die der Kreis reparieren sollte: »Die fällt sonst auseinander.«

Sorgen macht den Nettelstedtern die ärztliche Versorgung. Haberbosch berichtete, dass die Einflussmöglichkeiten einer Stadt auf die Verteilung von Ärzten sehr gering sei. Hier sei die Kassenärztliche Vereinigung gefordert, über ihre Verteilmechanismen nachzudenken, damit auch die kleineren Orte im Kreis versorgt bleiben.

Auch die oft unzuverlässigen Internetverbindungen in den Außenbereichen wie dem Aspel kamen auf den Tisch. In Lübbecke hätten etwa 700 Haushalte langsames Internet. Ihnen soll durch ein öffentliches Programm in den nächsten Jahren geholfen werden – so sehe es der Masterplan des Kreises vor.
Quelle: Lübbecker Kreiszeitung – Westfalen-Blatt

Ausgabe vom 02.08.2017

Veröffentlicht am 2. August 2017 | Abgelegt unter Dorfgemeinschaft |