Aus Nettelstedt in die Welt:

Anke Ikelle-Matiba stellt in der Lübbecker Volksbank aus

Lübbecke (er). „Endlich ist es mir gelungen, mit einer Ausstellung in meinen Heimatkreis zurück zu kehren.“ Mit diesem Satz begrüßte Anke lkellel-Matiba am Donnerstag die Gäste ihrer Ausstellung in der Schalterhalle der Volksbank Lübbecker Land. Und wer ihre Bilder gesehen hat, fragt sich, warum das so lange dauern musste.Anke lkelle-Matiba ist eigentlich eine Nettelstedterin. Als Enkelin von Karl Meyer-Spelbrink ist sie hier aufgewachsen, hat viele Jahre bei der Freilichtlichtbühne mitgespielt. In der Nettelstedter Kirche heiratete sie auch ihren inzwischen verstorbenen Mann Dr. jur. Jean lkelle-Matiba aus Kamerun. Seit 1997 arbeitet sie ausschließlich als freischaffende Künstlerin unter der Signatur IMKA. Mehrere Monate im Jahr verbringt sie in ihrem Atelier in Leyens in Südfrankreich. Ihre Kunst hat sie inzwischen in viele Länder der Welt geführt.

Der Kontakt zum Ausstellungsort Lübbecke entstand bei einem Klassentreffen. Und jetzt sind sie endlich auch in Lübbecke zu sehen, Anke lkelle-Matibas Bilder, die bereits in vielen deutschen Städten, in Finnland, Frankreich, Jordanien, China, Kirgistan und anderswo ausgestellt wurden. Eröffnet wurde die Ausstellung „Traumbilder – Bilderträume“ durch Hartmut Jacob, Vorstandsmitglied der Volksbank Lübbecker Land.

Die Künstlerin selbst führte die Gäste der Vernissage (darunter auch viele ihrer ehemaligen Mitschüler) durch die Ausstellung. Malerei, Druckgrafik und einige Objekte gehören zu den Exponaten. Eigentlich habe sie keinen festen Stil, sondern male, was sie bewegt. Dass sie sich in der Welt zu Hause fühle, habe etwas mit Nettelstedt zu tun. „Wenn ich in China, in Kirgistan oder, im afrikanischen Regenwald in ein Dorf kam, fand ich ganz ähnliche Verhaltensweisen.“ In ihren Bildern gibt sie das wieder. „Schauen, verarbeiten, das wieder nach draußen bringen,“ beschreibt sie ihren Schaffensprozess. Ich male nicht gern fein, nehme gern noch etwas Grobes dazu, damit es nicht wie mit Zuckerguss überpinselt ist“, schildert sie ihre Malweise. Dass sie es aber kann, zeigen die beiden Kindergesichter in den „Christkind“-Werken, die wie durch ein geöffnetes Fenster aus einem Kreuz schauen.

Noch bis zum 29. Dezember sind die Bilder in der Schalterhalle an der Bahnhofstraße zu sehen.

Stellt in Lübbecke aus: Anke Ikelle-Matiba (Mitte). Im Vorder grund eines der „Christkind“-Bilder. Foto: Elke Rüger

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

Geschrieben am 11. Dezember 2004 | Abgelegt unter Allgemein |