Großes Fest auf dem Hof Husemeyer – dickste Frucht ausgezeichnet
Von Victoria Coors und Christian Busse
Nettelstedt (WB). Kürbisse werden immer beliebter. Als klassische Herbstfrucht wird der orangefarbene Koloss zu leckeren Suppen, Gratin, Broten und Marmeladen verarbeitet. Und nicht nur in der Küche sind die Kürbisse beliebt. Sie eignen sich hervorragend zum herbstlichen Dekorieren. Auf dem Hof Husemeyer dreht sich derzeit alles um die leckere Frucht. Zusammen mit den Heimat- und Gartenfreunden und den Landfrauen Nettelstedt hat die Familie Husemeyer zu einem Kürbisfest eingeladen. Zu bestaunen gab es riesengroße Kürbisse, kleine Zierkürbisse und allerlei Delikatessen – natürlich aus Kürbissen hergestellt.

Johanna Brune (8, von links), Nina Bollmann (6) und Pinita Ude (6) vor den verschiedensten Kürbissen, darunter Turbankürbisse, Marina di Chiaggia und Moschuskürbisse. Auf dem Fest lernen sie, dass Kürbisse auch lecker schmecken.
Fotos: Victoria Coors
Auf die Idee, Kürbisse anzubauen und in Deutschland immer weiter populär zu machen, ist Susanne Schindler-Husemeyer nach einem einjährigen Aufenthalt in Kanada gekommen. »Die Frucht ist unglaublich gesund und durch den hohen Wasseranteil auch sehr kalorienarm«, sagt Susanne Schindler-Husemeyer. Der Kürbis stammt ursprünglich aus Südamerika und ist mit Christoph Kolumbus nach Europa gekommen. Doch sehr lange sträubten sich deutsche Köche angesichts der aufwändigen Zubereitung gegen die Frucht. Aber viele Neuzüchtungen, wie beispielsweise der japanische Hokkaido, müssen nicht mehr zeitraubend ausgehöhlt werden, sondern können komplett mit der Schale verarbeitet werden.
Wie wandlungsfähig der Kürbis ist, haben die Gäste des Kürbisfests auf dem Hof Husemeyer erlebt. An dem Stand von Helga Meier konnten Interessierte selbst gemachte Kürbismarmelade, Kürbisbrot und »Kürbis süß-sauer« probieren. Auch die kleineren Besucher lernten die Vorzüge eines Kürbisses beim Kürbisschnitzen kennen. Auf diese Weise entstanden eine Vielzahl an Halloween-Grimassen.
Richtig spannend wurde es nach 15 Uhr, als der dickste und der schwerste Kürbis ausgezeichnet wurde. Zuvor konnten die Besucher ihre mitgebrachten Kürbisse zum Wettbewerb anmelden und dann ging das Messen und Wiegen los. Mit stattlichen 173 Zentimeter Umfang gewann der Kürbis von Sören und Tjorven Arning den Titel »dickster Kürbis«. Mit rund 34,7 Kilogramm gehörte der schwerste Kürbis Paul Kreft.
Tjorven und Sören Arning (links) bekommen eine Urkunde für den dicksten Kürbis. Dieser stammt aus Omas Garten und gewinnt mit einem stattlichen Umfang von 173 Zentimeter. Auch der Kürbis von Paul Kreft (rechts) wird ausgezeichnet. Er war mit 24,7 Kilogramm der Schwerste.Kürbisse können vom 15. Mai an gepflanzt werden, da die Frucht frostempfindlich ist. »Kürbisse wachsen besonders gut, wenn es warm und feucht ist. Eigentlich war es für den Kürbis fast ein wenig zu trocken in diesem Jahr«, sagt Susanne Schindler-Husemeyer. Auf dem Hof Husemeyer wachsen jährlich mehr als 30 Sorten in unterschiedlichen Formen, Größen und Farben. »Die Vielseitigkeit dieser Frucht begeistert mich«, sagt Susanne Schindler-Husemeyer. Rezepte für leckere Kürbisprodukte gibt es mittlerweile in vielen Kochbüchern.
Artikel vom 01.10.2009
