Mit 122 in 50er Zone gestoppt
Nettelstedt (WB). Mit Tempo 122 bei erlaubten 50, und das war kein Einzelfall. Erneut musste die Polizei bei einer Geschwindigkeitskontrolle am Montagabend auf der B 65 in Nettelstedt wieder einmal feststellen, dass einige Autofahrer im Mühlenkreis offensichtlich ohne Rücksicht auf das Gaspedal treten. Die Beamten des Verkehrsdienstes hatten sich in der Zeit zwischen 18.30 Uhr und 21 Uhr im Bereich der Straße »In der Landwehr« postiert. Hier ist neben einer Bushaltestelle, besonders seit einem tödlichen Verkehrsunfall, bei dem zwei Menschen ihr Leben verloren, nicht nur eine Querungshilfe geschaffen, sondern zusätzlich die Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer reduziert worden. Für die Polizei Anlass genug, hier gezielte Kontrollen durchzuführen.
Im Rahmen der Aktion wurde ein 26-jähriger Lübbecker mit einer Geschwindigkeit von 122 Stundenkilometer angehalten. Nach eigenen Angaben hatte er die Schilder zwar gesehen, trotzdem nicht abgebremst. Nach erfolgter Belehrung und dem Hinweis, dass ihm ein Bußgeld von 375 Euro und vier Punkte in Flensburg erwarten, äußerte er sich nach Aussage der Beamten dahingehend, es beim nächsten Mal mit ähnlicher Geschwindigkeit wieder zu versuchen.
Seine Uneinsichtigkeit sowie die offensichtlich provozierenden Äußerungen kann er nun während eines dreimonatigen Fahrverbotes noch einmal in Ruhe überdenken.
Direkt hinter ihm wurde eine 22-jährige Frau aus Espelkamp mit einer gemessenen Geschwindigkeit von 113 Stundenkilometer angehalten. Da sie die Strecke mehrmals in der Woche fährt, kannte auch sie die fünfziger Zone nur zu gut. Ihr drohen ein Bußgeld in Höhe von 275 Euro, drei Punktein Flensburg und ein zweimonatiges Fahrverbot. Diesen Hinweis quittierte sie ebenso mit einem Lächeln wie ein 28-jähriger Mindener, der seinen Führerschein nach einer Fahrt mit 93 Stundenkilometer für einen Monat abgeben muss.
Betroffen gemacht haben die Beamten vor allem die vermeintliche Gleichgültigkeit und Uneinsichtigkeit einiger Autofahrer. Aber nicht nur deshalb wird die Polizei auch in Zukunft diesen Bereich verstärkt im Blickfeld haben.
Quelle: Lübbecker Kreiszeitung – Westfalen Blatt