Weihnachtsbasar-Gewinn für Tafel und Grundschule / Umstrukturierung geplant

Lübbecke-Nettelstedt. Knapp 3.000 Euro kamen beim jüngsten Weihnachtsbasar durch den Verkauf von Selbstgebasteltem, Gebrauchtem und Verzehrbarem in Nettelstedt zusammen. Eine Summe, die auf die ehrenamtliche Mitarbeit der Beteiligten zurückzuführen ist. Für die veranstaltete die Dorfgemeinschaft jetzt einen „Dankeschön-Abend“.
500 Euro gingen an die Lübbecker-Land-Tafel. Nadine Schröder nahm mit Freude den überdimensionalen Scheck entgegen. „Gerade jetzt können wir diese Summe gut gebrauchen. Wir haben kürzlich unsere sechste Stelle in Wehdem errichtet. Mittlerweile sind zwei Kühlwagen und drei Kühlzellen mit Spenden finanziert worden“, so die Repräsentantin der Tafel. Sie bedankte sich ebenfalls für die hohe Teilnehmerzahl bei der Weihnachtskistenaktion, zu der die Bürger rund 500 Pakete mit Geschenken beitrugen.
Einen weiteren Scheck erhielt Silke Gillar, Schulleiterin der Grundschule Nettelstedt. Die 2.000 Euro sollen in eine Umstrukturierung des Schulhofs zu einem großen Spielplatz für alle Kinder in der Nähe investiert werden. An einer großen Übersichtskarte schilderte sie alle geplanten Veränderungen, die unter Einbeziehen aller Wünsche von Kindern, Eltern und Lehrern von einer Landschaftsarchitektin erstellt wurde. Neue Sitz- und Klettermöglichkeiten, grünem Klassenzimmer, Wall mit Rutsche, Sechseck-Schaukel und blühender Naturbereich mit Insektenhotel sollen den alten Schulhof aufpeppen, Indianerzelte und gemauerte Schlange Spielmöglichkeiten bieten. Durch bessere Anfahrtsmöglichkeiten soll es den Eltern leichter gemacht werden, ihren Nachwuchs abzuholen. Gillar, die auch schon beim Umbau des Gehlenbecker Schulhofs mitwirkte, rief dazu auf, mit anzupacken. „Wir rechnen mit Kosten von etwa 100.000 Euro – eine erschreckende Zahl, die die Kosten ohne Eigenleistung ergeben. Wenn viele Menschen mithelfen, könnten wir sie halbieren“, so die Schulleiterin.
Trotz der hohen Kosten sei die Summe von 2.000 Euro „keineswegs ein Tropfen auf dem heißen Stein.“ Werde zügig mit den Bauarbeiten begonnen, sei mit einer Fertigstellung in etwa zwei Jahren zu rechnen. Der erste Baueinsatz ist am Wochenende am 28. und 29. Mai geplant. „Dafür benötigen wir jeden freiwilligen Helfer, der kommen kann“, appellierte Gillar.
Der Rest des Gewinns vom Weihnachtsbasar wird in weitere Aktionen der Dorfgemeinschaft investiert. Gegenstand des Abends war auch eine kritischere Betrachtung der Aktion. „Wir haben erheblich weniger eingenommen als in den Vorjahren und arbeiten daran, das Projekt dementsprechend zu verändern“, berichtet Vorstandsvorsitzender Helmut Öwermann. So werde in Betracht gezogen, den Basar etwas später als um 11 Uhr anzusetzen. Ferner solle das Angebot vergrößert werden. „Stillstand ist Rückschritt – unser Konzept muss sich weiter entwickeln“, so Öwermann.

Feierten den Basarerfolg: Dirk Kammann, Hartmut Ende, Kerstin Blank, Carmen Böcher, Ewald Schrewe, Petra Röthemeier (hinten, v. l.), Helmut Böcher, Silke Gillar, Achim Siebe, Nadine Schröder, Wilfried Watermann, Dirk Schnute und Helmut Öwermann (vorne, v. l.).
TEXT UND FOTO: THOMAS MERTEN
Quelle: Neue Westfälische Lübbecke