„Die Nacht von Flossenbürg“ in Nettelstedt

Wie könnte es gewesen sein?

Lübbecke-Nettelstedt. Am 9. April kommenden Jahres jährt sich zum 60. Mal der Todestag Dietrich Bonhoeffers. Der Pfarrer, Theologe und Widerstandskämpfer gegen die Nazi-Diktatur wurde 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg am Galgen hingerichtet. An ihn will „Die Nacht von Flossenbürg“ erinnern, die am Donnerstag, 9. Dezember, 20 Uhr, im Nettelstedter Gemeindehaus aufgeführt wird. Die dramatische Szenenfolge ist kein eigentliches Theaterstück. Unter Verwendung von Briefen und Gedichten Bonhoeffers hat der Nettelstedter Regisseur Karlheinz Komm einen eher fiktiven Bericht („Wie könnte es gewesen sein?“) über die Todesnacht des Theologen geschrieben, von der praktisch nichts Genaues bekannt ist. Rückblenden in „Die Nacht von Flossenbürg“ zeigen einige Stationen von Bonhoeffers Weg und Wirken.

Mit den Szenen aus dem Leben und Sterben des Theologen will Komm neugierig machen auf einen Christen und Widerständler gegen die Hitler-Diktatur, der auch heute der Kirche und den Gläubigen aller Konfessionen über seinen Tod hinaus noch viel zu sagen habe.

Quelle: Neue Westfälische Lübbecke

Geschrieben am 1. Dezember 2004 | Abgelegt unter Allgemein |